Wettbewerbsrecht

10% Geburtstags-Rabatt

Veröffentlicht am 04.01.2012

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Urteil des BGH vom 07.07.2011, Az.: I ZR 173/09

Werden in der Werbung für eine Rabattaktion, die ein Unternehmen anlässlich eines Firmenjubiläums ankündigt, feste zeitliche Grenzen angegeben, muss es sich hieran grundsätzlich festhalten lassen. Es kann auch irreführend sein, wenn eine solche Aktion über die angegebene Zeit hinaus fortgeführt wird. Eine irreführende Angabe wird regelmäßig dann vorliegen, wenn das Unternehmen bereits bei Erscheinen der Werbung die Absicht hat, die Rabattaktion zu verlängern, dies aber in der Werbung nicht hinreichend deutlich zum Ausdruck bringt.

Kategorie: Entscheidungen, Urteile, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Preisangaben, gewerblicher Rechtsschutz

Arbeitnehmer dürfen ihre Krankenkasse selbst auswählen

Veröffentlicht am 30.12.2011

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Pressemitteilung des OLG Brandenburg vom 27.12.2011, Az.: 6 U 18/11

Es ist wettbewerbswidrig, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bzw. Bewerber zu einem Krankenkassenwechsel veranlasst.

Kategorie: gewerblicher Rechtsschutz, Wirtschaft + Arbeit & Steuern, Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht, Urteile, Entscheidungen

Auftragsbestätigung

Veröffentlicht am 30.12.2011

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Urteil des BGH vom 17.08.2011, Az.: I ZR 134/10

a) Nr. 29 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG erfasst auch die Ankündigung einer
fortlaufenden Lieferung von Waren, bei der eine unbestellte, aber als bestellt
dargestellte Ware zugesandt und, falls der Verbraucher nicht binnen einer
Frist widerspricht, deren Zusendung gegen Entgelt fortgesetzt wird.

b) Das Zusenden unbestellter Ware stellt regelmäßig ebenso wie die
entsprechende Ankündigung eine unzumutbare Belästigung im Sinne des § 7 Abs. 1 Satz 1 UWG dar.

Kategorie: Urteile, Abmahnung, Verbraucherrecht, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Belästigende Werbung, Abmahnung Rechteinhaber, gewerblicher Rechtsschutz

"Holen Sie sich ihre Praxisgebühr zurück"

Veröffentlicht am 30.12.2011

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Urteil des OLG Düsseldorf vom 18.10.2011, Az.: I-20 U 36/11

Der Werbeslogan einer Apotheke "Holen Sie sich ihre Praxisgebühr zurück" ist nicht wettbewerbswidrig, da § 28 Abs. 4 SGB V keine Marktverhaltensregel im Sinne des § 4 Nr. 11 UWG darstellt.

Kategorie: Urteile, Wettbewerbsrecht, Werberecht, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

"Doppelt so schnell wie normales DSL" - aber nicht immer

Veröffentlicht am 30.12.2011

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Urteil des OLG Köln vom 16.12.2011, Az.: 6 U 146/11

Die Werbeaussage "Doppelt so schnell wie normales DSL" werden die angesprochenen Verbraucher auf die Produkte der konkurrierenden "normalen DSL-Anbieter" beziehen. Tatsächlich aber werden die Wenigsten erkennen, dass damit nur die angebotene Übertragungsrate von 32.000 kbit/s statt 16.000 kbit/s gemeint ist, wie jedoch erst in der Fußnote klargestellt wird.

Kategorie: Entscheidungen, Urteile, Internetrecht, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Vergleichende Werbung, gewerblicher Rechtsschutz

Branchenbuch Berg

Veröffentlicht am 28.12.2011

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Urteil des BGH vom 30.06.2011, Az.: I ZR 157/10

Ein formularmäßig aufgemachtes Angebotsschreiben für einen Eintrag in ein Branchenverzeichnis, das nach seiner Gestaltung und seinem Inhalt darauf angelegt ist, bei einem flüchtigen Leser den Eindruck hervorzurufen, mit der Unterzeichnung und Rücksendung des Schreibens werde lediglich eine Aktualisierung von Eintragungsdaten im Rahmen eines bereits bestehenden Vertragsverhältnisses vorgenommen, verstößt gegen das Verschleierungsverbot des § 4 Nr. 3 UWG sowie gegen das Irreführungsverbot des § 5 Abs. 1 UWG.

Kategorie: Entscheidungen, Urteile, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Preisangaben, gewerblicher Rechtsschutz

"Kanzlei-Niedersachsen"

Veröffentlicht am 16.12.2011

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Urteil des OLG Celle vom 17.11.2011, Az.: 13 U 168/11

Die Bezeichnung "Kanzlei-Niedersachsen" ist wettbewerbsrechtlich zulässig, da der relevante Verkehr davon ausgeht, dass es sich lediglich um eine anpreisende Darstellung zur Kennzeichnung des Sitzlandes handelt. Er weiß zugleich, dass es in Niedersachsen eine große Anzahl von Rechtsanwaltskanzleien gibt und misst der Angabe des Bundeslandes in der Bezeichnung daher nur im Hinblick auf den Sitz und den wesentlichen Tätigkeitsbereich der Kanzlei Bedeutung bei. Die (Fehl-)Vorstellung einer herausragenden Stellung hat er schon deswegen nicht, weil die Bezeichnung keinen bestimmten Artikel enthält (wie: "Die Kanzlei-Niedersachsen"). 

Kategorie: Urteile, Werberecht, Berufsrecht, Verbraucherrecht, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz, Wettbewerbsrecht

Computer-Bild

Veröffentlicht am 12.12.2011

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Urteil des BGH vom 09.06.2011, Az.: I ZR 17/10

a) In einer Werbeanzeige für ein Zeitschriftenabonnement, der ein Bestellformular beigefügt ist, mit dem die Zeitschrift abonniert werden kann, muss gemäß § 312c Abs. 1 BGB, Art. 246 § 1 Abs. 1 Nr. 10 EGBGB, § 312d Abs. 4 Nr. 3 BGB darauf hingewiesen werden, dass im Falle einer Bestellung kein Widerrufsrecht besteht.
b) Zeitungen und Zeitschriften zählen nicht zu den Haushaltsgegenständen des täglichen Bedarfs im Sinne des § 312b Abs. 3 Nr. 5 BGB.
c) Die Regelung des § 312b Abs. 3 Nr. 5 BGB gilt nicht für den herkömmlichen Versandhandel.

Kategorie: Urteile, Wettbewerbsrecht, Werberecht, Verbraucherrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Abo-Fallen, Widerrufsrecht, Top-Urteile

Kein De-Mail-Postident-Verfahren der Deutschen Post für die Konkurrenz

Veröffentlicht am 07.12.2011

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Pressemitteilung des OLG Düsseldorf zum Urteil vom 30.11.2011, Az.: VI-U (Kart) 14/11

Die Deutsche Post muss für ihre De-Mail-Konkurrenz kein Postident-Identifizierungsverfahren anbieten. Da dieser Service auch von anderen Dienstleistern auf dem Markt angeboten werde, schotte die Deutsche Post weder den Ident-Markt ab, noch nutze sie eine marktbeherrschende Stellung aus. Dementsprechend handle sie auch nicht kartellrechtswidrig.

Kategorie: Kartellrecht, Telekommunikationsrecht, Internetrecht, Wettbewerbsrecht, Entscheidungen

Zur Unterscheidung von Werbung und redaktionellem Text

Veröffentlicht am 07.12.2011

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Urteil des LG Düsseldorf vom 28.11.2011, Az.: 12 O 329/11

Es gilt das strikte Trennungsgebot zwischen Werbung und redaktionellen Text. In einem redaktionell gestalteten Beitrag, der zum Zwecke des Wettbewerbs veröffentlicht wird, muss der Beitrag deutlich und auch für den flüchtigen Verkehr unübersehbar mit dem Zusatz „Anzeige“ bzw. „Werbung“ gekennzeichnet werden. 

Kategorie: Urteile, Internetrecht, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

Grundpreisangabe auf eBay in der Angebotsübersicht

Veröffentlicht am 07.12.2011

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Pressemitteilung des LG Hamburg vom 28.11.2011, Az.: 327 O 196/11

Händler, welche verpflichtet sind neben dem Endpreis auch den Grundpreis anzugeben, müssen dies bereits in der Angebotsübersicht von eBay vornehmen und nicht erst in der Artikelbeschreibung.

Kategorie: Internetrecht, eBay-Recht, Informationspflichten, Kaufrecht, Verbraucherrecht, Wettbewerbsrecht, Preisangaben, Urteile, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

Freistellung oder Zahlung von Abmahnkosten

Veröffentlicht am 07.12.2011

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Urteil des OLG Frankfurt/Main vom 23.08.2011, Az.: 6 U 49/11

Der Unterlassungsgläubiger kann nach einer berechtigten Abmahnung von dem Unterlassungsschuldner Freistellung von den eigenen Anwaltskosten verlangen, wenn der Unterlassungsgläubiger noch nicht an seinen Anwalt gezahlt hat. Wurde die Übernahme der Kosten durch den Unterlassungsschuldner jedoch bereits endgültig und ernsthaft abgelehnt, kann der Unterlassungsgläubiger den hierfür erforderlichen Geldbetrag verlangen.

Kategorie: Abmahnung, Abmahnkosten, Wettbewerbsrecht, Urteile, Entscheidungen, Abmahnung Rechteinhaber, gewerblicher Rechtsschutz

Unwirksame AGB-Klausel des Reiseveranstalters

Veröffentlicht am 30.11.2011

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Urteil des LG Frankfurt/Oder vom 31.03.2011, Az.: 14 O 127/09

Eine AGB-Klausel, die vorsieht, dass ein Kunde erst bei einer Preisänderung von mehr als 10% vom Vertrag zurücktreten kann ist unwirksam, da sie nicht dem gesetzlichen Leitbild entspricht, das dies bereits ab einer Preisänderung von mehr als 5% vorsieht.

Kategorie: Urteile, Entscheidungen, AGB-Recht, Verbraucherrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Wettbewerbsrecht

Rechtsberatung durch Einzelhandelsverband

Veröffentlicht am 30.11.2011

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Urteil des BGH vom 01.06.2011, Az.: I ZR 58/10

Einem Einzelhandelsverband, zu dessen satzungsgemäßen Zwecken es gehört, seinen Mitgliedern durch Beratung und Hilfe in mit ihrer beruflichen Tätigkeit im Zusammenhang stehenden Rechtsangelegenheiten Rechtsschutz zu gewähren, ist es nicht verwehrt, ein Mitgliedsunternehmen, das mit der Begründung abgemahnt worden ist, es habe durch seine Werbung die Marke eines Dritten verletzt, bei der Abgabe einer Unterwerfungserklärung zu beraten.

Kategorie: Wettbewerbsrecht, Urteile, Markenrecht, Verwechslungsgefahr, Deutsche Marke, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

Unlautere Herabsetzung des Gegners auf dem Coaching-Markt

Veröffentlicht am 25.11.2011

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Urteil des BGH vom 19.05.2011, Az.: I ZR 147/09

a) Vergleichende Werbung im Sinne von § 6 UWG setzt nicht nur voraus, dass ein Mitbewerber oder die von ihm angebotenen Produkte erkennbar gemacht werden; darüber hinaus muss sich aus der Werbung ergeben, dass sich unterschiedliche, aber hinreichend austauschbare Produkte des Werbenden und des Mitbewerbers gegenüberstehen.
b) Die pauschale Abwertung der Leistungen eines Mitbewerbers ist jedenfalls dann nach §§ 3, 4 Nr. 7 UWG unlauter, wenn die konkreten Umstände, auf die sich die abwertende Äußerung bezieht, nicht mitgeteilt werden.

Kategorie: Urteile, Wettbewerbsrecht, Werberecht, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

AGB-Klausel nicht wettbewerbswidrig!

Veröffentlicht am 25.11.2011

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Urteil des OLG Frankfurt/Main vom 06.10.2011, Az.: 6 U 267/10

Folgende AGB-Klausel verstößt nicht gegen § 307 BGB und ist deshalb auch nicht wettbewerbswidrig:

Der Vertrag beginnt am […] und wird auf 5 Jahre [alternativ „3 Jahre“] fest geschlossen. Er kann zum Ende der Laufzeit mit einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich er sich bei gleicher Kündigungsfrist jeweils um dieselbe Laufzeit.

Kategorie: Urteile, Wettbewerbsrecht, AGB-Recht, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

Kein Siegel für „Biokristall“

Veröffentlicht am 25.11.2011

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Urteil des OLG Nürnberg vom 15.11.2011, Az.: 3 U 354/11

Das Bewerben und Inverkehrbringen von natürlichem Mineralwasser unter der Bezeichnung "Bio-Mineralwasser" ist zulässig, insoweit sich das Mineralwasser von anderen Mineralwässern dadurch unterscheidet, dass es sich im Hinblick auf Gewinnung und Schadstoffgehalt von normalem Mineralwasser abhebt. Unzulässig ist die Kennzeichnung mit einem „Bio-Mineralwasser“-Kennzeichen, wenn es sich um einem dem Ökokennzeichen nachgemachte Kennzeichnung handelt.

Kategorie: Urteile, gewerblicher Rechtsschutz, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Lebensmittelrecht, Verbraucherrecht, Entscheidungen

Seilzirkus

Veröffentlicht am 25.11.2011

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Urteil des BGH vom 12.05.2011, Az.: I ZR 53/10

a) Bei einem Gebrauchsgegenstand können nur solche Merkmale Urheberrechtsschutz als Werk der angewandten Kunst im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 4 UrhG begründen, die nicht allein technisch bedingt, sondern auch künstlerisch gestaltet sind. Eine Gestaltung genießt keinen Urheberrechtsschutz, wenn sie allein aus zwar frei wählbaren oder austauschbaren, aber technisch bedingten Merkmalen besteht und keine künstlerische Leistung erkennen lässt. Allein durch die Ausnutzung eines handwerklich-konstruktiven Gestaltungsspielraums oder durch den Austausch eines technischen Merkmals durch ein anderes entsteht noch kein eigenschöpferisches Kunstwerk.

Kategorie: Urteile, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Entscheidungen

Stromtarif "Festpreis" ist irreführend

Veröffentlicht am 25.11.2011

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Urteil des OLG Hamm vom 08.11.2011, Az.: I-4 U 58/11

Die Werbung eines Stromtarifes mit einem „Festpreis“ ist irreführend, wenn ein höherer Anteil als 40 % des Strompreises variabel ist.

Kategorie: Urteile, Werberecht, Wettbewerbsrecht, Preisangaben, Entscheidungen, gewerblicher Rechtsschutz

Nutella als Vitaminbombe?

Veröffentlicht am 21.11.2011

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Urteil des OLG Frankfurt/Main vom 20.10.2011, Az.: 6 U 40/11

Die Nährstoff- und Vitamintabellen der Nutella-Gläser sind irreführend. Es wird der falsche Eindruck erweckt, dass die Nuss-Nougat-Creme einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und einen niedrigen Zucker- und Fettgehalt aufweist. Daran ändert auch nichts, dass die Nährstoff- und Vitamintabellen der Nährwertkennzeichnungsverordnung entsprechen.

Kategorie: Wettbewerbsrecht, Urteile, Entscheidungen, Verbraucherrecht, Lebensmittelrecht
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