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Das gefälschte Ich – Rechtsanwalt Alexander Wagner im Interview mit der Welt am Sonntag

24. Juli 2018
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Welt am Sonntag

Gestohlene Fotos, falsche Identitäten, hoffnungsvolle Versprechen, die ganz große Liebe und gebrochene Herzen: früher der Heiratsschwindler, heute bekannt unter dem Begriff Love Scamming. Personen, die sich im Internet unter einer falsche Identität ausgeben, um Menschen großen Lügen aufzutischen und ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen. Betrug kennt viele Seiten und das Internet hat es für skrupellose Menschen noch einfacher gemacht. Wie man sich in der Anonymität des World-Wide-Webs dennoch wehren kann, erklärt Rechtsanwalt Alexander Wagner im Interview mit der Welt am Sonntag.

Internetbekanntschaften sind schon lange keine Ausnahme mehr – Betrügereien jedoch genauso wenig. Die Polizei spricht hierzulande von einem Gesamtschaden in zweistelliger Millionenhöhe, die Dunkelziffer dürfte noch viel höher ausfallen. Worum es geht? Um den modernen Heiratsschwindler. Personen, die sich mit einem erfundenen Lebenslauf schmücken, Fotos aus dem Internet zusammenklauen und liebessuchende Menschen ködern, um diesen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Hierzu werden gefälschte Internetseiten und fiktive Profile in den sozialen Medien erstellt, passende Geschichten zum privaten Leben und dem Beruf ausgedacht und mit verlockenden Worten die Sterne vom Himmel geholt – bis es nach einer gewissen Zeit ans Eingemachte geht: das liebe Geld. Mal ist es ein unverschuldeter Unfall mit anschließendem Krankenhausaufenthalt, mal die gestohlene Kreditkarte, weswegen dringend finanzielle Unterstützung benötigt wird. Viele werden an dieser Stelle aufhorchen, viele jedoch auch ohne weitere Zweifel bereitwillig ihr Portemonnaie öffnen.

Der Schaden der Betrogenen – ob nun finanziell oder psychisch – ist die eine Seite. Der Schaden, der bei den Bestohlenen entsteht, meist kaum bezifferbar. Aber fragen Sie sich selbst: Würden Sie es gerne sehen, wenn mit Ihrer Identität, Ihren Fotos, Ihrem Leben unbescholtene Bürger betrogen werden? Vermutlich nicht – doch wie kann man sich wehren?

Rechtsanwalt Alexander Wagner erläutert, dass es „bei im Ausland registrierten Internetseiten (…) grundsätzlich schwierig sein dürfte“, an die Hintermänner zu gelangen. Selbst bei einer Strafanzeige sollte man sich nicht allzu große Hoffnungen machen: „Für Ermittlungsbehörden ist es schwierig bis unmöglich (…) einen Täter zu ermitteln.“ Dies liegt daran, dass IP-Adressen nicht lange gespeichert werden oder der Täter seine eigene IP-Adresse verschleiert. Auch befinden sich die Täter meist im Ausland, was bei einer Verfolgung aus den oben genannten Gründen ähnliche Schwierigkeiten aufwirft.

Allerdings kann man soziale Netzwerke auf einen Identitätsdiebstahl hinweisen und hoffen, dass gefälschte Profile mit dem „eigenen Ich“ gelöscht werden. Auch kann man versuchen, sich an Google zu wenden, sodass bestimmte Seiten „aus den Suchergebnissen verschwinden, obwohl dies ebenfalls oft schwierig ist“. Erfolgversprechender kann der Kontakt zu den Vergabestellen für Internetdomains sein, z. B. für .com-Domains die ICANN, und diese zur Löschung bzw. Abschaltung der gegenständlichen Webseite auffordern.

Der vollständigen Artikel „Das gefälschte Ich“ erschien in der Ausgabe Nr. 28 der Welt am Sonntag vom 15. Juli 2018.

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