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Textklau

In unserer Urteilsdatenbank…
…finden Sie 1109 Urteile zum Urheberrecht und 18 Urteile zum Textklau.

Unter "Textklau" wird das unerlaubte Übernehmen von Inhalten fremder Autoren, also ohne deren Einwilligung verstanden. Gerade im Internet hat sich das Übernehmen von Texten oder Textpassagen zu einem wahren "Volkssport" entwickelt.

Fälschlicherweise wird das Übernehmen von Texten auf fremden Internetseiten oftmals als erlaubt eingestuft, da Texte im Internet als kostenlos und frei zugänglich angesehen werden. Diese Texte werden dann ohne Rücksprache mit dem Autoren auf der eigenen Webseite eingepflegt.

Wann ist ein Text urheberrechtlich geschützt?

Ein Text ist dann geschützt, wenn dieser eine gewisse Individualität und Originalität aufweist. Diese Grenze ist jedoch nicht bei bzw. ab einer bestimmten Anzahl an Zeichen oder Wörtern erreicht. Vielmehr ist dies vom Einzelfall abhängig. Zudem gilt im Bereich des urheberrechtlichen Textschutzes die sog. "Kleine Münze" im Urheberrecht, wonach bereits kürzeste Texte geschützt sein können, da keine überhöhten Anforderungen an die Schöpfungshöhe gestellt werden. In aller Regel genügt, wenn der Text eine eigenständige Gedankenführung, einen eigenen Sprachstil sowie eine eigene Meinung darstellt.

Welche Rechte hat der Autor eines Textes?

Dem Autor als Urheber eines Textes (z.B. ein Gedicht, ein Songtext oder Buch) steht zunächst das Recht zu, zu bestimmen, ob das Werk überhaupt veröffentlicht wird und wie die Veröffentlichung zu erfolgen hat. Darüber hinaus hat der Urheber das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk. Er kann bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist.

Schließlich stehen dem Autor körperliche Verwertungsrechte (insbesondere das Vervielfältigungsrecht (§ 16), das Verbreitungsrecht (§ 17) und das Ausstellungsrecht (§ 18)) sowie das Recht auf öffentliche Wiedergabe zu , wovon insbesondere das Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht (§ 19), das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19a), das Senderecht (§ 20), das Recht der Wiedergabe durch Bild- oder Tonträger (§ 21) sowie das Recht der Wiedergabe von Funksendungen und von öffentlicher Zugänglichmachung (§ 22) erfasst ist.

Im Internet ist Textklau leicht(er) erkennbar!

Doch vor einer ungenehmigten Übernahme eines urheberrechtlich geschützten Textes sollte sichergestellt werden, dass der Text im Rahmen des Zitatrechts übernommen werden darf. Ist dies nicht der Fall, stellt die Nutzung des Textes eine Urheberrechtsverletzung dar. Anders als in der "Offline"-Welt ist im Internet dabei leicht erkennbar, ob ein Text unzulässigerweise übernommen wurde oder nicht.

Übernahme von Texten kann Urheberrechtsverletzung darstellen

Texte, welche die urheberrechtliche Schöpfungshöhe erreicht haben und damit urheberrechtlich geschützt sind, dürfen - außerhalb der Grenzen eines urheberrechtlich zulässigen Zitats - nicht ohne Rücksprache mit dem Autor einfach übernommen werden. Wird ein solcher Inhalt übernommen und beispielsweise an anderer Stelle im Internet (z.B. eine andere Webseite) hochgeladen, so stellt dieser Upload des Textes eine urheberrechtlich relevante Vervielfältigung und damit eine Urheberrechtsverletzung dar.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die unzulässige Übernahme von Content zur Folge haben kann, dass der eigene Original-Inhalt bei Google nach hinten gestuft wird (sog. "Google Penalty für Duplicate Content"), weil sich der identische Inhalt auf zwei verschiedenen Seiten vorfindet. Google will aber gerade verhindern, dass sich der gleiche Inhalt zwei- oder mehrmals auf den vorderen Plätzen findet. Eine unzulässige Übernahme von Texten stellt also nicht nur eine Urheberrechtsverletzung dar, sondern sorgt auch für ein schlechteres Google Ranking!

Rechtsfolgen bei unerlaubtem Textklau

Wird ein Text vollständig oder jedenfalls eine urheberrechtlich geschützte Passage ohne Erlaubnis des Autors (z.B. auf einer Internetseite) verwendet, so stehen dem Rechteinhaber zum einen Ansprüche auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz zu. Darüber hinaus kann ein Anspruch auf Vernichtung, Rückruf und Überlassung der unzulässig hergestellten Vervielfältigungsstücke bestehen. Die Höhe des Anspruchs auf Schadensersatz richtet sich unter anderem danach, wie lange das Bild verwendet wurde, ob der Autor genannt wurde etc.

Kosten

Erstberatung

Für sämtliche Fragestellungen bieten wir Ihnen eine kostengünstige Erstberatung an. Im Rahmen der Erstberatung prüfen wir die Rechtslage kompetent und umfassend.

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Unsere Rechtsanwälte gegen Textklau

Hild_225x250Hagen Hild, Rechtsanwalt Fachanwalt IT-Recht Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz
Rechtsanwalt WagnerAlexander Wagner, Rechtsanwalt
Kempter_225x250Arthur Kempter, Rechtsanwalt Fachanwalt IT-Recht Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz
Rechtsanwältin PillerKerstin Piller, Rechtsanwältin Fachanwältin IT-Recht Fachanwältin Gewerblicher Rechtsschutz

Warum Sie uns beauftragen sollten

Erfahrung seit 2001
Aufgrund unserer hochspezialisierten und langjährigen Kanzlei-Tätigkeit können wir unsere Praxis-Erfahrung effektiv für Sie einbringen.
Erfahrung mit über 10.000 Gegnern und Rechtsanwälten
In der Zeit seit 2001 konnten wir Erfahrung mit über 10.000 Gegnern, Kanzleien und Rechtsanwälten sammeln. Diese Erfahrung setzen wir täglich zum Nutzen unserer Mandanten ein. Unsere Gegnerliste ist eine der umfangreichsten Gegnerlisten im Internet.
Rechteinhaber und Verletzte wissen bei Verletzungsfällen im Internet nicht, an welchem Gericht ein Anspruch geltend gemacht wird
Bei Verletzungen im Internet gilt in der Regel der fliegende Gerichtsstand. Deshalb werden Ansprüche meist vor einem spezialisierten Gericht geltend gemacht werden und gerade nicht am Gericht des Wohn- oder Geschäftssitzes des Abgemahnten. Rechteinhaber oder Mitbewerber suchen sich hier meist ein Gericht aus, mit dem diese bereits Erfahrung gemacht haben oder dessen Rechtsprechung diese als günstig für sich einschätzen. Manche Kanzleien wählen aus Bequemlichkeit auch oft das Gericht an deren Kanzleisitz. Wir berücksichtigen bei unserer Beratung sowohl die unterschiedliche Rechtsprechung der einschlägigen Landes- und Oberlandesgerichte, als auch unsere Erfahrung in anderen Gerichtsfällen mit denselben Gegnern oder Kanzleien. Aus diesem Grund wählen erfahrene Mandanten gleich einen spezialisierten Rechtsanwalt, anstatt eines Rechtsanwalts vor Ort.
Wir sind zu über 90 Prozent deutschlandweit ortsunabhängig tätig
Egal ob bei der Erstellung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder bei der Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen. Aufgrund unserer Spezialisierung sind wir zu über 90 Prozent deutschlandweit ortsunabhängig tätig.
Kenntnis der divergierenden Rechtsprechung der Landes- und Oberlandesgerichte
Durch unsere über 10-jährige Tätigkeit auf Seiten von Rechteinhabern und Abgemahnten, können wir unsere ganze Erfahrung zugunsten unserer Mandanten einbringen. Hierbei kommt unseren Mandanten unsere bundesweite Tätigkeit an unterschiedlichen Gerichten und die Kenntnis von deren unterschiedlichen Entscheidungen zugute. Vielfach entscheiden sogar einzelne Richter der jeweiligen Gerichte unterschiedlich. Viele Anwälte haben hier nur theoretische, jedoch keine praktischen Erfahrungen. Um gerichtliche Verfahren zu vermeiden oder diese zu gewinnen, kommt es jedoch meist auch auf praktische Erfahrungen an, nicht ausschließlich auf theoretisches Wissen.
hoher interner Wissensaustausch durch spezialisiertes Kanzlei-Team im gleichen Tätigkeitsbereich
Sämtliche Anwälte unserer Kanzlei sind im gleichen Rechtsbereich tätig. Dadurch ist ein hoher interner Wissensaustausch gewährleistet. Dies gilt sowohl für Fachwissen, als auch Sonderwissen über Gerichte, Richter, Gegner, Rechtsanwälte oder Kanzleien.
perfekte Ausrichtung durch ausschließliche Tätigkeit in zusammengehörigen und verzahnten Rechtsgebieten
Dieses Spektrum wird nur von sehr wenigen Kanzleien bundesweit angeboten.
langjährige technische und wirtschaftliche Erfahrung im Bereich Internet und IT
Wir lassen bei der Beratung nicht nur unser rechtliches Fachwissen einfließen, sondern geben unsere ganze Praxiserfahrung an Sie weiter. Auch bei untypischen IT-Fällen profitieren Sie von unserer langjährigen technischen und wirtschaftlichen Erfahrung im Bereich Internet und IT.
Fachanwälte IT-Recht / Fachanwälte Gewerblicher Rechtsschutz
In unserer Kanzlei finden Sie Fachanwälte für IT-Recht und Fachanwälte für Gewerblichen Rechtsschutz.

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13. September 2019 Top-Urteil

EuGH: Deutsches Leistungsschutzrecht für Verlage nicht anwendbar

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Urteil des EuGH vom 12.09.2019, Az.: C-299/17

Die deutsche Regelung, die es Suchmaschinen untersagt, kurze Texte oder Textausschnitte („Snippets“) ohne Genehmigung des Verlegers zu verwenden, ist mangels Übermittlung des Gesetzesentwurfs an die Europäische Kommission nicht anwendbar. §§ 87f und 87g UrhG stellen Vorschriften dar, die einen Dienst der Informationsgesellschaft betreffen und sind somit „technische Vorschriften“ im Sinne des Art. 1 Nr. 11 der EU-Richtlinie 98/34. Der Entwurf solcher Vorschriften muss der Kommission vorgelegt werden, was in Bezug auf §§ 87f und 87g UrhG nicht geschehen ist. Das deutsche Leistungsschutzrecht ist somit nicht anwendbar. Der klagenden VG Media stehen darum Schadensersatzansprüche gegen Google zu. Google hatte beispielsweise Textausschnitte oder Bilder aus den Angeboten ihrer Mitglieder ohne Entrichtung eines Entgelts für deren Anzeige, zum Beispiel im Rahmen von „Google News“, verwendet.

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