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EU-Studie: Kino.to wird durch neue illegale Anbieter ersetzt

19. Mai 2015
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Seit 2011 ist die Seite kino.to im Netz nicht mehr verfügbar. Eine neue Studie der Forscher Luis Aguiar, Jörg Claussen und Christian Peukert, die von der EU-Kommission in Auftrag gegeben wurde, hat nun ergeben, dass seitdem der Konsum illegal zur Verfügung gestellter Filme auf Online-Streamingportalen nur unwesentlich zurückgegangen ist.

Zwar waren in der Zeit unmittelbar nach der Schließung der Website etwa 30 Prozent weniger Urheberrechtsverletzungen begangen worden. Legale Anbieter wie iTunes oder Maxdome hätten zu dieser Zeit einen kleinen Erfolg verzeichnen können. In der Folgezeit seien an die Stelle von kino.to allerdings viele neue illegale Portale getreten, die in Kürze den Großteil der ehemaligen Nutzer von kino.to angezogen hätten. So sei es zu einer Zersplitterung des Marktes gekommen, wodurch eine Verfolgung der einzelnen Urheberrechtsverletzungen erheblich erschwert sei.

 

Problematisch sei insbesondere, dass 2011 wenige legale Dienste existiert hätten, auf die die Nutzer des Streamingportals hätten ausweichen können. Insofern sei es wichtig, legale Alternativen zu schaffen. Heutzutage existieren mit Netflix, Watchever und Amazon Prime einige legale Dienste, die das Streamen von Filmen und Serien zu einem monatlichen Flatrate-Preis anbieten.

 

Daneben wird versucht, eine Sperrung der illegalen Portale, wie kinox.to, zu erreichen. Gegen zwei mutmaßliche Betreiber der Webseite gibt es nun einen internationalen Haftbefehl, nach ihnen wird derzeit gefahndet. Die Forscher der EU-Studie halten eine erfolgreiche Verfolgung und Razzia jedoch für unwahrscheinlich.

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