„Game of Thrones“ oder „Game of AI“?
Alternative Handlung
Schon im Juli versuchte ein Fan die beiden fehlenden Bände der Fantasy-Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“, die Vorlage der Serie „Game of Thrones“, von KI generieren zu lassen. Jedoch ohne ein für ihn zufriedenstellendes Ergebnis.
Als US-Anwälte ein alternatives Ende für den dritten Band des Erfolgswerks schreibben ließen, war die Antwort eine Sammelklage mehrerer Autorinnen und Autoren gegen OpenAI und Microsoft.
Als Grundlage für die Entscheidung des US District Courts, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, dient das „Fair Use“ – Doktrin.
„Fair Use“ – Doktrin
Das „Fair Use“ – Doktrin ist ein Rechtsdoktrin des US-amerikanischen Urheberrechts, dass die eingeschränkte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke ohne die Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers ermöglicht.
Verletzung oder nicht?
Anbieter von KI waren bereits mehrmals wegen Verstößen gegen das „Fair Use“ – Doktrin vor Gericht.
Wenn Daten nicht nur als Inspiration, sondern direkt für eigenes KI-Training übernommen werden, stellt dies eine Urheberrechtsverletzung dar, solange kein angemessener Zweck bezüglich Bildung, etc. verfolgt wird.
Die Kläger werfen im vorliegenden Fall OpenAI vor, das Urheberrecht der Autoren durch die Nutzung der Buchreihe zu Trainingszwecken verletzt zu haben.
Ob hier eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, wird vermutlich erst in mehreren Monaten oder Jahren geklärt sein.


