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Gesundheitsapps – Eine wahre Bereicherung?

24. Oktober 2019
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Fotolia_143008007: Mobile Health mit dem Smartphone

Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel? Symptome einfach in eine App eingeben und erfahren, welche Krankheiten in Frage kommen. Was wie ein Ausblick in die Zukunft klingt, machen zahlreiche Gesundheitsapps mittlerweile möglich. Doch was auf den ersten Blick praktisch erscheint, hat auch einige Nachteile - insbesondere was den Datenschutz betrifft.

Was können Gesundheitsapps?

Gesundheitsapps gibt es in vielen möglichen Variationen. Neben der Eingabe der Symptome ist auch ein Medikationsmanagement oder die Unterstützung bei Diabetes möglich. Außerdem können Patienten mit Migräneleiden ihre Anfälle dokumentieren. Mithilfe der Standortbestimmung können dann Informationen zu Umwelteinflüssen an diesen Tagen eingesehen werden. Die Auswahl ist riesig und zieht sich durch alle erdenklichen Bereiche.

Probleme beim Datenschutz

Was praktisch klingt und allen Menschen mit Handy und Internetzugang umfassende medizinische Informationen ermöglicht, hat jedoch auch eine negative Seite. Das größte Problem stellt der Datenschutz dar, wobei vor allem die App „Ada“ in letzter Zeit sehr in Kritik geraten ist. Die Macher der App behaupten, dass Daten nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden. Lädt man sich die App herunter, werden aber noch bevor man irgendetwas eingegeben oder der Datenschutzerklärung zugestimmt hat, Daten an Facebook und den Trackingdienst Amplitude übermittelt. Gibt man danach Daten wie Geburtsdatum, Krankenkasse, etc. an und startet die Analyse, werden die Daten jeweils wieder weitergegeben. Nachdem diese Recherche-Ergebnisse bekannt wurden, verschwand die App für kurze Zeit aus den Stores. Nun gibt es eine neue Version, bei der keine Datenübertragungen mehr an Amplitude stattfinden.

Sensible Gesundheitsdaten

Besondere Bedeutung kommt diesem Thema zu, weil es sich um sehr sensible Daten handelt. Mit Gesundheitsdaten zu handeln, ist für Unternehmen äußerst lukrativ – oft wird von der Königsklasse der Daten gesprochen. Ein Geschäft an dem sich neben Unternehmen auch Ärzte, Apotheken und Versicherungen beteiligen – auf Kosten der Patienten.

Fazit

Auch wenn schon erste Nachbesserungen erfolgt sind, besteht auf jeden Fall weiterer Verbesserungsbedarf – insbesondere was die Privatsphäre und die Daten der Nutzer angeht. In einer Umfrage stimmten mehr als 80 Prozent der Deutschen für einheitliche und zwingende Standards für Gesundheitsapps, sowie für umfassende datenschutzrechtliche Kontrollen. Es bleibt also abzuwarten, in welche Richtung sich die medizinische Versorgung übers Handy und das Vertrauen der Bevölkerung in entsprechende Apps entwickelt.

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