Französische Handels- und Industrieverbände verklagen Shein

27. November 2025
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Digitaler Einkaufswagen vor einer Skyline. Die Onlineplattform Shein wird von französischen Handels- und Industrieverbänden wegen unlauteren Wettbewerbs verklagt, da sie sich angeblich nicht an die französischen Vorschriften halten.

Die Billig-Onlineplattform Shein wird wegen unlauteren Wettbewerbs von mehreren französischen Handels- und Industrieverbänden verklagt. Es haben sich außerdem rund 100 Marken, darunter Monoprix und Promod, der Initiative angeschlossen. Shein wird vorgeworfen sich nicht an die in Frankreich geltenden Vorschriften zu halten, Risiken für Verbraucher zu schaffen, französische Unternehmen zu schwächen und Arbeitsplätze zu vernichten. Es wird Schadensersatz für die entstandenen wirtschaftlichen Schäden gefordert, welche mehrere hundert Millionen Euro umfassen könnten.

Shein wirft die Vorwürfe zurück

Shein wirf die Vorwürfe zurück und bedauert es, dass dieser Konflikt direkt gerichtlich geklärt werden soll und die Akteure einen konstruktiven Dialog nicht präferieren. Shein hatte vor kurzem erst ihren ersten dauerhaften Laden in Paris eröffnet, was zu Protesten gegen Fast Fashion führte.

Es wird Shein vorgeworfen auf ihrer Onlineplattform kinderpornografische Sexpuppen zu verkaufen. Zudem soll Shein den europäischen Markt mit Billigkleidung überschwemmen, die unter ökologisch und sozial fragwürdigen Bedingungen hergestellt und geliefert werden.

Nicht das erste Verfahren gegen Shein

Gegen Shein wurden bereits mehrere Verfahren von Frankreich eingeleitet, die außerdem mit einer Sperrung der Onlineseite drohen. Kürzlich wurden bei einer Lieferung von Shein am Pariser Flughafen 200.000 Lieferungen kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass acht von zehn Produkten nicht rechtskonform waren. Unter den Lieferungen seien nicht zugelassene Kosmetika, gefährliches Spielzeug und defekte Haushaltsgeräte gefunden worden.

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