Schriftzug News aus Zeitungen geformt
kanzlei.biz | hochspezialisiert, deutschlandweit tätig

hochspezialisiert auf die Bereiche Internetrecht/IT-Recht, Gewerblicher Rechtsschutz und Medienrecht

kanzlei.biz | IT. IP. Media.

Irreführende Werbung mit dem Titelblatt einer bereits eingestellten Fernsehzeitschrift

15. November 2016
[Gesamt: 0   Durchschnitt:  0/5]
732 mal gelesen
0 Shares
Fernbedienung und Fernsehzeitung

Die Wettbewerbszentrale ist erfolgreich gegen den Herausgeber der Fernsehzeitschrift „TVdirekt“ vorgegangen. Diese hatte das Titelblatt einer ihrer Ausgaben so gestaltet, dass es dem der zu diesem Zeitpunkt ersatzlos eingestellten Fernsehprogrammzeitschrift „TV Wissen“ nachempfunden war und die Verbraucher, insbesondere die Stammleser, damit in die Irre geführt wurden. Welches Produkt der Leser tatsächlich erworben hat, erfuhr er erst durch das Aufschlagen der ersten Seite der Zeitschrift.

Vorausgegangen war dieser Irreführung, dass die Programmfernsehzeitschrift „TV Wissen“ ersatzlos eingestellt wurde. Der Herausgeber der Fernsehzeitschrift „TV direkt“ wollte sich das Wegfallen des Konkurrenten zu Nutze machen, indem er mit der entsprechenden Aufmachung einer Ausgabe seiner Zeitschrift den Eindruck erweckte, der Kunde erwerbe – wie sonst auch – die Zeitschrift „TV Wissen“. Erst auf der Innenseite erschien das übliche Titelblatt der „TVdirekt“ und der Leser wurde darüber aufgeklärt, dass er tatsächlich ein anderes als das tatsächlich gewollte Produkt erworben hat.

Die Zeitschrift „TVdirekt“ ist jedoch als kein gleichwertiges Produkt anzusehen, da sie ihr Hauptaugenmerk – anders als die „TV Wissen“ zuvor – gerade nicht auf die Vorstellung von Dokumentationen legt, sondern auf die von Spielfilmen. Erst nach dieser und zwei weiteren Kategorien erscheinen Dokumentationen in ihren Programmvorstellungen. Ebenso wenig kann bei einer derartigen Aufmachung von einer Empfehlung gesprochen werden, denn diese beinhalte für den Leser vor Erwerb eine Entscheidungs- und Abwägungsmöglichkeit. Ein solches Vorgehen wie im vorliegenden Fall stellt allerdings gerade keine Empfehlung, sondern schlicht eine Irreführung der Verbraucher dar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Erlaubnis zum Versand des Newsletters: Ich möchte regelmäßig per E-Mail über aktuelle News und interessante Entwicklungen aus den Tätigkeitsfeldern der Anwaltskanzlei Hild & Kollegen informiert werden. Diese Einwilligung zur Nutzung meiner E-Mail-Adresse kann ich jederzeit für die Zukunft widerrufen, in dem ich z. B. eine E-Mail an newsletter [at] kanzlei.biz sende. Der Newsletter-Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung.

n/a