Retourkutsche: Fotografin verklagt Getty Images auf Zahlung von einer Milliarde US-Dollar

01. August 2016
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Hand wirft einen Bumerang in die Luft

Nachdem Getty Images die amerikanische Fotografin Carol M. Highsmith wegen Benutzung eines ihrer eigenen Bilder abgemahnt hatte, schlägt diese nun zurück und verklagt das Unternehmen auf eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz. Die Bilder gelten als Public Domain, dennoch hatte Getty Images ohne Zustimmung der Fotografin Lizenzgebühren für ihre Bilder verlangt.

Getty Images ist eine der größten Bildagenturen weltweit. Der Konzern verkauft Nutzungsrechte an Fotografien – entweder gegen einmalige Lizenzgebühr oder im Rahmen einer Bilder-Flatrate. Gegen Urheberrechtsverletzungen geht das Unternehmen streng vor. Dabei hat es nun die Falsche erwischt.

Die 70-jährige Fotografin Carol M. Highsmith wurde nämlich zur Zahlung von 120 Dollar aufgefordert, obwohl es sich bei dem in Rede stehenden Bild um ihre eigene Fotografie handelte. Dadurch wurde sie erst darauf aufmerksam, dass Getty Images mehr als 18.000 ihrer Bilder kostenpflichtig anbietet, obwohl diese eigentlich lizenzfrei verfügbar sind.

Denn die Landschaftsfotografin hatte einen Großteil ihres Lebenswerk der Library of Congress vermacht. Damit gelten die Bilder als „Public Domain“ und sind für jedermann frei zugänglich. Getty Images bereichere sich dadurch nicht nur an der großzügigen Spende der Fotografin, sondern stelle sich auch noch als exklusiven Urheberrechtsinhaber dar.

Die Bildagentur hält die Klage dagegen für ein Missverständnis, das in naher Zukunft mit der Klägerin geklärt werden solle. Insbesondere bestehe ein Unterschied zwischen Bereitstellung von öffentlichen Fotografien und der Durchsetzung von Urheberrechten.

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