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Begrenzt die Macht der „großen Fünf“ des Internets!

01. Oktober 2018
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Frau bedient Smartphone mit App-Hologram

Während wir am Abend einen Film auf Netflix schauen googeln wir gleichzeitig den Namen der Hauptdarstellerin des Films. Fällt uns danach noch ein, dass wir den Geburtstag eines Freundes vergessen haben ist das auch kein Problem, da man noch schnell, mit einem Klick auf sein IPhone, über Facebook einen Geburtstagsgruß schicken und bei Amazon kurzfristig ein Geschenk besorgen kann, welches am nächsten Tag ganz bequem nach Hause geliefert wird. Wer das Internet nutzt kommt nur mit Mühe an den großen Konzernen vorbei. Doch ist eine solche Monopolstellung nicht problematisch?

Google, Facebook, Amazon, Apple und Microsoft sind fünf der größten Konzerne weltweit. Ein rasantes Wachstum, ein enormer Börsenwert und hohe Gewinne und Margen lassen den Schluss zu, dass die „großen Fünf“ eine Monopolstellung innehalten. Natürlich ist es nicht grundsätzlich schlecht, wenn es Unternehmen gutgeht – im Gegenteil. Doch wenn es ihnen zu gut geht, fördert das die Trägheit und sorgt dafür, dass es wenige Gewinner, aber viele Verlierer gibt.

Diese Verlierer sind die Start-Ups die an ähnlich innovativen Ideen arbeiten, wie einst auch Steve Jobs oder Mark Zuckerberg. Start-Ups haben heutzutage allerdings wenige Möglichkeiten aus eigener Kraft zu wachsen. Denn Werbetreibende verwenden den Großteil ihres Budgets um Werbung bei Facebook oder Google zu schalten, da diese Plattformen deutlich mehr Nutzer haben.  Folglich müssen sich Start-Ups an die großen Konzerne wenden, was eine Unabhängigkeit kaum möglich macht und nebenbei die Vormachtstellung von Apple, Microsoft und Co. weiter festigt. Durch die verfestigten Machtkonstellationen der Internetmonopolisten, könnte bald etwas drohen, was wir von den Produktmärkten kennen: Eine Innovationsträgheit, deren Folgen hohe Preise und langsamere Entwicklungen sind.

Um all dem zu entgegnen hat das Bundeskartellamt Anfang 2018 eine Sektoruntersuchung eingeleitet, um die Mechanismen des boomenden Internetmarkts zu verstehen und die Erkenntnisse in einem möglichen Verfahren zu verwenden. Zudem gibt es Ideen zu Monopolstellung aus den Reihen der SPD: ein Daten-für-alle-Gesetz. Dieses Gesetz soll Unternehmen bei Überschreitung eines festgesetzten Marktanteils zur Veröffentlichung eines repräsentativen Teils der Daten verpflichten. Dadurch könnten Ideen von Start-Ups weiterentwickelt werden und der Wettbewerbsdruck der Internetmultis würde sich erhöhen.

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