405 Millionen Euro Strafe für Instagram

26. September 2022
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Personen zeigen Hashtags auf ihren Smartphones

Der beliebte Online-Dienst Instagram wurde mit einer hohen Strafe für Datenschutzverstößen bei Kindern belegt. Die irische Datenschutzbehörde DPC ermittelte wegen Verletzungen der DSGVO gegen das Unternehmen und kam nun zu ihrer Entscheidung.

Die irische Datenschutzbehörde (DPC) hat nun gegen die soziale Plattform Instagram ihre höchste Geldstrafe verhängt. Die Geldbuße beläuft sich für das Tochterunternehmen des Internetkonzerns Meta auf 405 Millionen Euro. Grund für die hohe Geldstrafe sind Verstöße gegen europäisches Datenschutzrecht.

Datenschutzverstöße

Konkret hat Instagram auf ihrer Plattform Jugendlichen im Alter von 13-17 Jahren erlaubt, Geschäftskonten (sog. „Business-Accounts“)  zu betreiben. Durch das Betreiben der Geschäftskonten waren Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Minderjährigen öffentlich einsehbar. Zudem waren die Konten der Jugendlichen standardmäßig auf „öffentlich“ gesetzt worden. Dies hatte zur Folge, dass ihre Social-Media-Inhalte von allen Nutzern einsehbar waren. Darin sieht die DPC einen Verstoß gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Grund für die Verfolgung von Datenschutzverstößen durch die irische Behörde ist der europäische Sitz des Mutterkonzerns Meta in Irland.

Stellungnahme Instagram

Eine offizielle Stellungnahme seitens Meta bzw. Instagram steht noch aus. Der irische öffentlich-rechtliche Sender RTE zitierte einen Meta-Sprecher aber mit der Aussage, die Strafe beziehe sich auf Einstellungen, die Instagram bereits „vor über einem Jahr aktualisiert“ habe. Das Unternehmen habe seither „zahlreiche neue Funktionen“ hinzugefügt, die „für die Sicherheit von Teenagern und ihrer Informationen sorgen“. Meta sei mit der Berechnung der Strafe nicht einverstanden und werde daher in Berufung gehen.

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