Namensänderung bei Social Media-Konzern: Aus Facebook wird Meta

03. November 2021
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Mitten in der Affäre um Whistleblower-Aussagen und neue Datenschutzbedenken kündigt Facebook-Chef Mark Zuckerberg einen großen Schritt an: Der Konzern Facebook ändert seinen Namen in „Meta“ und möchte ein sogenanntes „Metaversum“ aufbauen. Der neue Firmenname soll den Fokus auf die Entwicklung einer digitalen Welt namens „Metaverse“ lenken, die physische und virtuelle Elemente vereint.

In einer Rede auf der hauseigenen VR-Konferenz Connect hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg angekündigt, dass der Konzern hinter dem sozialen Netzwerk Facebook seinen Namen ändern wird. Der Facebook-Konzern soll künftig Meta heißen. Dieser neue Name ersetzt den bisherigen Namen Facebook Inc. der Dachgesellschaft des gleichnamigen sozialen Netzwerks, zu dem auch Instagram und WhatsApp gehören.

Für die weltweit fast drei Milliarden Nutzer von Facebook, WhatsApp oder Instagram soll sich jedoch nichts ändern. Die einzelnen Dienste werden ihre bisherigen Namen beibehalten. Auch eine Reorganisation des Konzerns soll nicht stattfinden. Lediglich das Logo des Unternehmes wurde neu gestaltet: Das künftige Markenzeichen von Meta sieht aus wie eine Mischung aus einer Brille und dem Symbol für die Unendlichkeit.

„Metaverse“ als Internet-Nachfolger?

Gleichzeitig mit der Namensänderung gab Zuckerberg außerdem bekannt, dass sich Facebook in Zukunft verstärkt mit der Entwicklung eines sogenannten Metaversums beschäftigen will. Diese digitale Parallelwelt soll das Internet dreidimensional erweitern. Das „Metaverse“ basiert nach der Vision des Facebook-Gründers zum einen auf der virtuellen Realität (VR), bei der die Nutzer mit Spezial-Brillen auf dem Kopf in digitale Welten eintauchen.

Zum anderen sieht der Facebook-Gründer aber auch die sogenannte erweiterte Realität (AR, Augmented Reality) als Baustein für das geplante Metaversum, bei der digitale Inhalte auf Displays oder mit Hilfe von Projektor-Brillen für den Betrachter in die reale Umgebung eingeblendet werden. Der Social Media-Konzern ist für die Entwicklung des geplanten Metaversums bestens aufgestellt, weil es bereits über eine eigene digitale Währung namens Diem verfügt und mit seiner Firma Oculus VR-Brillen herstellt, die für die neue Internetwelt essenziell werden könnten.

Metaversum wohl eher Zukunftsmusik

Mit dem neuen Namen Meta möchte Zuckerberg deutlich machen, dass sein Unternehmen bei der Ausgestaltung dieses „erweiterten Internets“ eine wichtige Rolle spielen soll. Doch bis dieses konkret und greifbar wird, dürfte wohl noch einige Zeit vergehen. Der Silicon-Valley-Investor und Vordenker in Sachen Metaversum Matthew Ball schätzt, es könne Jahrzehnte dauern, bis tatsächlich solch ein Mega-Netz aufgebaut sei, weil heutige Internetbandbreiten schlicht zu schmal dafür seien.

Die Namensänderung und Neuausrichtung kommen in einer für den Konzern schwierigen Zeit. Facebook und Zuckerberg stehen schon seit Jahren unter Druck, weil die Politik die Marktmacht des Unternehmens eindämmen will. Die Whistleblowerin Frances Hogan wirft Facebook vor, Profite über das Wohl seiner Nutzer zu stellen. Außerdem ist Mark Zuckerberg erst kürzlich wegen seiner Entscheidungen rund um Camebridge Analytica in das Visier der amerikanischen Staatsanwaltschaft geraten. Vor diesem Hintergrund erscheint die Namensänderung eher wie ein Ablenkungsmanöver als eine wirkliche Umstrukturierung.

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